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Aug 21

JUDAS | Monodrama | Lot Vekemans

21. August 2021 @ 19:00 - 20:30

20Euro

JUDAS | Monodrama | Lot Vekemans Diese Produktion wird vom Ministerium für Fa milie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

Liebe Freunde unseres Theaters am Ehrenbreitstein!
wir freuen uns auf unsere nächste Premiere während der Kulturtage Ehrenbreitstein !!

JUDAS | Monodrama | Lot Vekemans
Diese Produktion wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

Spielort: Mutter-Beethoven-Haus • Wambachstraße 204, Koblenz-Ehrenbreitstein

Premiere Freitag 20.08.2021 um 19:30 Uhr Kulturtage Ehrenbreitstein 2021
Samstag 21.08.2021 um 19:30 Uhr Kulturtage Ehrenbreitstein 2021

Weitere Termine unter : www.theater-am-ehrenbreitstein.de
mit Annika Woyda Regie Gabriel Diaz

Zum Stück
Er ist aus der Hölle emporgestiegen, um seine Geschichte zu erzählen. Nicht bloss um seinen Namen reinzuwaschen, denn der steht ohnehin unauslöschbar für Verrat. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses, oder eher der Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Was trieb ihn, Judas Iskarioth, an? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten und falsches Zeugnis abgelegt hätte? Hätte es einfach jemand anderes getan?

Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum. 2000 Jahre nach seiner Tat präsentiert sich Judas auf dem Theater, lässt uns teilhaben an seiner eigenen Geschichte. Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image-Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwärzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tode des Messias auf ihm abladen konnten, unter dem Motto: „Ich wasche meine Hände in Unschuld“.

Vekemans lässt Judas über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte reden, ohne die Verantwortlichkeit seines Handelns zu leugnen. Aber ist der Zweifel nicht ein viel produktiverer Zustand als der Glaube? Schliesslich hätte es ohne ihn und seine Tat auch Kreuzigung und Auferstehung nicht gegeben. Und so ging des einen Weg gen Himmel, während der andere zur Hölle fuhr…

In den Dramen der 1965 geborenen Lot Vekemans, die an der Amsterdamer Akademie für Autoren ausgebildet wurde, geht es immer um existenzielle Themen. Meist stellt sie ihre Bühnenfiguren in Entscheidungssituationen – und gibt nie Schuldzuweisungen wie Gut oder Böse. Johan Simons, der Regisseur, der „Judas“ an den Münchner Kammerspielen uraufführte, schätzt an der Schriftstellerin besonders, dass sie “immer über den engen Horizont einer kleinen Geschichte hinausblickt auf ein größeres Ganzes”, das sie in aller Komplexität beschreibt. Das Entscheidende aber ist: “Sie gibt Figuren das Wort, die in der Historie immer zu kurz gekommen sind – und sie zeigt sie jenseits von Schwarz und Weiß ohne Wertung in Gut und Böse. In ihrem Drama aber stellt sie eine höchst provokante Frage: Ist Jesus oder Judas für uns gestorben?”

 

Details

Datum:
21. August 2021
Zeit:
19:00 - 20:30
Eintritt:
20Euro
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
www.theater-am-ehrenbreitstein.de